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Anker Make M5: Schnelles, einfaches 3D-Drucken

Der Anker Make M5 ist der erste, hochmoderne 3D-Drucker des für Ladeelektronik bekannten Herstellers Anker. Das Produkt, welches zurzeit über Kickstarter finanziert wird, hat einige neue, innovative Features, wie vollautomatisches Kalibrieren und eine Kamera zur Überwachung des Druckbetts. Kombiniert mit einem schlanken, minimalistischen Design, könnte das Modell der optimale 3D-Drucker für Einsteiger werden. Doch macht sich auch die mangelnde Erfahrung von Anker in der Branche bemerkbar?

Quelle: Anker
Quelle: Anker

Schick und einsteigerfreundlich:

In rund 10 Minuten ist das Gerät aufgebaut und einsatzbereit, denn der Make M5 wird in nur 4 Teilen geliefert. Auch das mühsame Kalibrieren spart man sich mit dem Gerät, denn der Drucker korrigiert seine Ausrichtung anhand von 7×7 Punkten automatisch. Das 3D-Modell wird entweder über den hauseigenen Slicer bzw. die App drahtlos auf den Drucker geladen oder über den eingebauten USB-C Port importiert. Auf den 8GB internem Speicher können regelmäßig verwendete Modelle abgerufen werden. Anker hat sehr darauf geachtet, technische Aspekte zu automatisieren und nur bei Bedarf dem Nutzer zu überlassen – eine Erleichterung für weniger technikaffine Kunden.

Das Design gefällt uns sehr gut, die Kabel sind zum Großteil im hochwertig wirkenden Aluminiumgehäuse versteckt. Rechts über dem Druckbett ist der Touchscreen montiert, darauf läuft ein gut strukturiertes, einfaches Betriebssystem. Gegenüber befindet sich die Statusleuchte, die farbig den laufenden Prozess signalisiert.

Hohes Tempo, AI Überwachung:

Der Anker Make M5 ist auf besonders hohe Geschwindigkeiten beim Drucken ausgelegt, zurzeit schafft der Prototyp 250mm/s. Im Vergleich zu üblichen Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70mm/s (teilweise auch etwas mehr) ergibt sich eine massive Zeitersparnis, was den Drucker natürlich auch für professionellere Anwendung interessant macht. Anker verwendet die interne Kamera in Verbindung mit einer eigens entwickelten AI, damit bei so hohem Tempo auch nichts schiefgeht. Die Software vergleicht in Echtzeit das Druckergebnis mit dem Modell und stellt Fehler fest, bevor der Druck ruiniert ist.

Der Hersteller wirbt auch damit, dass von jedem Druck ein Zeitraffer erstellt wird, welcher auf Social Media oder mit Freunden geteilt werden kann. Dafür lässt (zumindest in der aktuellen Version) die Bildqualität zu wünschen übrig. Die zurzeit öffentlichen Videos wirken rauschig und komprimiert. Zugriff auf den Livestream der Kamera, den Druckstatus und mehr Informationen erhält man über die Smartphone App. Das Dashboard zeigt dem Nutzer im laufenden Betrieb die aktuelle Temperatur, den Fortschritt und allfällige Fehlermeldungen.

Fazit:

Der Make M5 ist ein viel moderner Zugang zum 3D-Drucken und auf eine viel größere Zielgruppe ausgelegt, als wir es von der Konkurrenz gewohnt sind. Das Produkt befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und ist Teil einer Kickstarter-Kampagne. Der finale Preis soll umgerechnet rund 700 Euro betragen – für das gebotene Gesamtpaket ein fairer Preis. Im August 2022 soll die Auslieferung der ersten Modelle starten. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Lieferverzögerungen in der Technologiebranche nicht auch den Anker Make M5 verzögern.

Links:

Zur Kickstarter-Kampagne: https://www.kickstarter.com/projects/ankermake/ankermake-m5-3d-printer-5x-faster-printing-and-ai-camera?lang=de
Mehr Infos zum Projekt: https://ankermake.com/

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