Für rund 160 Euro hat dji eine vergleichsweise günstige Lösung geschaffen, um sein Kamerabild auf mobilen Endgeräten anzeigen zu lassen. Wir haben uns die Funktionen des Moduls in Verbindung mit dem Ronin S der ersten Generation angesehen, denn dji bietet überraschenderweise auch die Möglichkeit, Raveneye mit dem Ronin S zu benutzen.

Quelle: dji Store

Was ist Raveneye?

Raveneye ist ein Bildübertragungssystem, welches ein HDMI-Videosignal einer Kamera auf Geräte mit der Ronin App übertragen kann. So kann man beispielsweise sein Smartphone als Vorschaumonitor benutzen, aber auch einem Focus Puller kostengünstig die Arbeit erleichtern.

Mit dem RS 2 ist es sogar möglich, direkt in einer Oberfläche AktiveTrack 3.0 zu aktivieren oder den Gimbal selbst zu steuern.

Welche Features kann man mit dem Ronin S nutzen?

Natürlich gibt es aber auch Einschränkungen in den Features, die mit dem Modul zusätzlich zur Verfügung stehen: Das System überträgt zwar das Videosignal, bietet aber keine Möglichkeit für ActiveTrack oder den Gimbal zu steuern. Das ist für die oben genannten Verwendungszwecke aber nicht weiter schlimm.

Außerdem ist die Formulierung auf der offiziellen Store Seite des Produkts Grund zur Hoffnung. Hier steht nämlich:

„Mit dem Ronin-S und Ronin-SC ist derzeit die Fernsteuerung des Gimbals oder die Verwendung von ActiveTrack 3.0 über RavenEye nicht möglich.“

Produktseite: https://store.dji.com/at/product/ronin-raveneye-image-transmission-system

Wir halten es für äußerst unwahrscheinlich, dass das Wort derzeit in der Beschreibung nicht bewusst genutzt wurde und gehen daher davon aus, dass das Feature zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden könnte. Es kann jedoch auch sein, dass während der Testphase Probleme auftreten und die Firma die Pläne wieder aufgibt.

Technische Daten und Übertragungsweg:

Um auf den Videofeed zugreifen zu können, ist eine Bluetooth-Verbindung wie gewohnt leider nicht möglich. Stattdessen muss man sein Endgerät mit einem WLAN-Netzwerk des Raveneye verbinden und kann danach in der Ronin App das Videosignal empfangen.

Gesendet werden kann wahlweise über ein 2,4 GHz oder ein 5 GHz WLAN. Über einen USB-C Port kann man sich mit kompatiblen Kameras verbinden und so auch die internen Parameter kontrollieren. Ob das auch mit dem Ronin S möglich ist, dazu macht dji bis jetzt noch keine näheren Angaben.

Fazit:

Benötigt man nur den Livestream des Kamerabilds, ist der Raveneye eine gute Lösung zu einem akzeptablen Preis. Braucht man aber alle Features, wird man zumindest jetzt noch das Upgrade auf einen RS 2 machen müssen.

Links:

Zum Produktseite im dji Store: https://store.dji.com/at/product/ronin-raveneye-image-transmission-system

Unser Artikel über den Ronin SC: dji Ronin SC: Was ist nun anders/besser?

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1 Kommentar

dji Pocket 2: dji Stellt neuen Mini-Gimbal vor... | philip-ollinger.at · 20. Oktober 2020 um 15:43

[…] Hier erfahren Sie mehr über das Raveneye Modul für den RS2: dji Raveneye mit Ronin S: Auch das ist möglich! […]

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