Mit eingebauten Kameras versuchen jetzt Saugroboterhersteller ihre Topmodelle intelligenter, und damit größere Fortschritte bei der Navigation und Fehlervermeidung zu machen. Wir haben uns den Roborock S6 MaxV angesehen…

Quelle: Roborock

Design:

Große Unterschiede zu bereits bekannten Modellen von Roborock sieht man von außen nicht: Runde Form, ein LiDAR-Sensor und eine Seitenbürste. Erst von vorne sieht man die Besonderheit des Modells, nämlich zwei Linsen hinter einer Abdeckung. An der Rückseite findet man den Schmutzbehälter und die Halterung für den Wischaufsatz. Die drei Knöpfe an der Oberseite sind zwar nett zu haben, werden aber Aufgrund der Zeitpläne und App nur selten wirklich benutzt.

Neue Features:

Größtes Argument für den S6 MaxV ist das eingebaute System zur Hinderniserkennung. Die zwei Kameras erkennen durch die Künstliche Intelligenz „ReactiveAI“ Gegenstände und sollen dem Roboter dadurch weniger Fehleranfällig machen. In ersten Tests wurden bereits einige Gegenstände erkannt, aber immer recht unzuverlässig. Durch Softwareupdates soll sich diese Fähigkeit aber mit der Zeit immer weiter verbessern.

Dass diese Möglichkeit der nächste logische Schritt ist zeigt auch der Deebot Ozmo T8 AIVI von Ecovacs, auch dieser hat eine Kamera verbaut. Zusätzlich zur verbesserten Navigation bietet diese Neuerung aber noch eine Möglichkeit: Über die App kann man den Roboter fernsteuern und sich einen Livestream anzeigen lassen. Praktisch, aber für viele sicherlich aus Datenschutzgründen bedenklich.

Quelle: Roborock

Verbessert wurde aber auch die Saugleistung und die Akkulaufzeit: Bis zu 3 Stunden kann der S6 MaxV ohne Pause saugen. Außerdem kann die Software jetzt die Karten von mehreren Etagen speichern und automatisch erkennen.

Technische Daten und App:

Der Roborock S6 MaxV hat einen 5200-mAh Akku und 2.500 Pa Saugkraft. Navigiert wird mithilfe des LiDAR-Sensors und der Kameras. Eingebaut ist auch ein waschbarer HEPA-Filter, damit nicht der gesamte feine Staub und Schmutz wieder an die Luft abgegeben wird.

In der App kann man in der bei der Konfiguration generierte Karte Sperrzonen und Wischsperrzonen einsetzen. Zudem wird nach jeder Fahrt in Form von Symbolen angezeigt, wo sich welche erkannten Gegenstände befinden. Man kann eine Reihenfolge festlegen, nach der die Räume gereinigt werden sollen und selbstverständlich auch nach Zeitplänen arbeiten.

Fazit und Preis:

Für 649 Euro UVP bekommt man das absolute Topmodell des Herstellers. Diese Investition lohnt sich mit Sicherheit für alle, die sich weniger Gedanken über eine saubere Wohnung machen möchten. Ganz problemlos wird das wohl nie funktionieren, mit der neuen Kameratechnologie werden Ausfälle aber mit Sicherheit seltener.

Links:

Den Roborock S6 MaxV kaufen*:

Auf dem YouTube-Kanal „Spiel und Zeug“ haben wir ein Video gefunden, in dem die Erkennungs-Features des Modells ausprobiert werden: https://www.youtube.com/watch?v=QYk3gtJfXkk&t=489s

Auch Ecovacs hat vor Kurzem ein Modell mit Kamera herausgebracht: https://philip-ollinger.at/2020/06/01/ecovacs-deebot-ozmo-t8-aivi-ein-roboter-denkt-mit/

Alle mit Stern gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links, wir bekommen also beim Kauf des Produktes eine kleine Provision. Der Artikel wird für Sie dadurch aber nicht teurer.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
[Total: 0 Average: 0]

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.