Mit dem Edelkrone Jib One wird ein Slider mit einem Kamerakran gekreuzt, wodurch ein komplett neues Aussehen des Videomaterials möglich ist. Montiert auf einem Stativkopf, kann der Jib One sowohl vertikale, als auch horizontale und diagonale Bewegungen ausführen.

Design:

Das Design ist bei diesem Thema zwar relativ unwichtig, wir gehen dennoch kurz darauf ein: Der Arm lässt sich auf die gewünschte Länge ausziehen. Der schwarze Lack ist nicht bis ganz auf die Schiene durchgezogen, nicht ausgezogen merkt man das allerdings nicht.

Der größte Teil der Technik ist als Gegengewicht auf einem Ende des Arms angebracht. Dort montiert man auch die zwei Akkus, die der Jib One benötigt. Ebenfalls hier werden die Gegengewichte platziert, die für die perfekte Austarierung sorgen und damit die Motoren weniger belastet werden.

Programmierung, Steuerung mit der App:

Am besten gefällt uns die Programmierung von Kamerabewegungen, welche über das wohl simpelste Prinzip funktioniert, das möglich ist: Sobald das Rig mit der App verbunden wurde, kann man mit der Hand die Kamera so ausrichten, wie man sie benötigt. Nun kann man in der App die Position bestätigen.

Tippt man gleichzeitig auf mehrere dieser Positionen, bewegt sich das Setup in einer Endlosschleife zwischen diesen Positionen. Dadurch kann man nicht nur mehrere Takes exakt gleich filmen, sondern hat auch einen deutlich schnelleren Workflow. Möchte man noch mehr aus seinem Jib One herausholen, muss man noch einmal Geld in einen Head Plus investieren.

Nur so kann man noch viel beeindruckendere Videos aufnehmen, denn die Kamera kann damit gleichzeitig in mehrere Richtungen schwenken. All diese Funktionen waren in diesem Umfang bisher nur von echten Kamerarobotern bekannt.

Einsatzzwecke:

Die Möglichkeiten mit dem Jib One zusammen mit einem Head Plus sind nahezu unendlich, dennoch gibt es einige besondere Möglichkeiten:

  • Interviews: Hier wird eine Kamerabewegung immer wieder geloopt, um ein dynamisches Aussehen in das Bildmaterial zu bringen. So braucht man keine zusätzlichen Kamerateams mehr, alles geschieht von selbst.
  • Produktaufnahmen: Mit berechenbaren Kamerabewegungen und absoluter Stabilität kommen Produktaufnahmen nach der Erfindung des Gimbals noch einmal auf ein neues Level.
  • Tutorials: Nimmt man für seine eigenen Produkte oder einen Youtube-Kanal Erklärvideos auf, muss man oft selbst vor der Kamera stehen. Dennoch möchte man, dass das Videomaterial möglichst gut und nicht langweilig aussieht.

Technische Daten, Kompatibilität:

  • Maximalbelastung: 5 Kilogramm
  • Akkus: 2x Canon LP-E6, 2 Stunden Laufzeit
  • Material des Gestells: Aluminium, Edelstahl
  • Eigengewicht: 4,5 Kilogramm (ohne Gegengewicht)
  • Kompatibel mit: Head One, Head Plus
  • App für: iOS, Android
  • 2,5mm Auslöser
  • Bluetooth Low-Energy Kommunikation

Fazit und Preis:

Auch wenn der Preis zunächst hoch klingen mag, muss man immer noch Bedenken, dass diese Möglichkeiten bisher nur im Profibereich leistbar waren. Daher sind die 899 Euro Preisempfehlung zwar teuer als ein Gimbal (z.B. Ronin S), werden sich aber für professionellere Anwendungen sicher lohnen. 

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