Der Thermomix TM6 soll Sie zu einem Spitzenkoch machen, und das ganz ohne Ausbildung. Wie diese etwas andere Küchenmaschine funktionieren soll und ob man den hohen Preis dafür bezahlen sollte, erfahren Sie in unserem heutigen Beitrag.

Design:

Nicht besonders viel hat sich im Vergleich zum vorigen Modell am Design verändert. Wirklich sichtbar ist nur der größere Touchscreen und das fehlende externe Speichermedium für Rezepte ist verschwunden. Sonst sieht beim Thermomix TM6 aber wie gehabt alles sehr hochwertig aus, was für den Preis ja auch zu erwarten ist, benötigt aber nicht wenig Platz. Geliefert wird wieder mit viel Zubehör, was das Gerät zu einem echten Alleskönner macht.

Während das äußere Gehäuse leider noch aus Kunststoff besteht, ist zumindest der Mixtopf aus rostfreiem Edelstahl. Bis auf das Mixmesser besteht auch das meiste Zubehör größtenteils aus Kunststoff. Die Langlebigkeit soll laut eigenen Angaben der Firma von den vorherigen Modellen erhalten geblieben sein.

Bild könnte enthalten: Essen und Innenbereich

Guided Cooking:

Damit die gewünschten Speisen aber auch wirklich wie beim Profikoch gelingen, hat der Hersteller Vorwerk die Plattform „Cookidoo“ entwickelt. Über einen WLAN-Zugang kann dieser über 40.000 verschiedene Rezepte herunterladen und anzeigen. Das Besondere dabei ist, dass nicht nur Schritt für Schritt durch alle nötigen Handlungen alles genau erklärt wird, sondern auch die nötige Temperatur, Drehzahlen, Timer oder sonstige Daten gleich aus dem Rezept übernommen werden und eingestellt. So brauchen Sie nur auf „Weiter“ zu drücken und die automatisch möglichen Schritte starten von selbst. Während der Arbeit werden die verbleibende Zeit und je nach Gericht auch Informationen wie Drehzahl oder Temperatur angezeigt.

Arten der Zubereitung:

Wie bei „normalen“ Küchenmaschinen ist es aber auch möglich, in verschiedenen Stufen zu rühren oder Schlagobers zuzubereiten. Nach Ihrem Wunsch können Sie das Tempo in der „Sanftrührstufe“ beziehungsweise in der „Rührstufe“ stufenlos einstellen. Der Turbo sowie „Mix- und Pürierstufe“ haben deutlich höhere Drehzahlen. Doch dank des vielen Zubehörs und der integrierten Heizung bzw. Kochplatte ist das nicht die einzige Möglichkeit.

So ist zum Beispiel anbraten, fermentieren und Slow Cooking möglich. Besonders dürften sich viele Käufer aber über die Sous-Vide Funktion freuen. Mit dieser Technik, mit der in Plastik eingepacktes Fleisch im Wasser erhitzt wird, gelingen viele verschiedene Fleischgerichte besonders gut. Auch das Anbraten von verschiedenen Zutaten gibt dem Gerät die Möglichkeit, noch viel mehr Rezepte nachzukochen. Dazu ist auch noch Dampfgaren möglich. Selten benötigt aber „nice-to-have“: Auch Karamellisieren funktioniert! Alle Funktionen können über das Wählrad und den großen Touchscreen gesteuert werden.

Bild könnte enthalten: Innenbereich und Essen

Zubehör im Lieferumfang:

Wie bereits mehrmals angesprochen befindet sich im Lieferumfang eine Vielzahl an verschiedenem Zubehör, welches all diese Funktionen erst ermöglicht. Am meisten verwendet wird wohl der Mixtopf, welcher nun ein Fassungsvermögen von 2.2 Litern hat. Dazu kommt natürlich auch ein Deckel. Ebenfalls enthalten sind ein Garaufsatz, eine Spatel und ein Messbecher, welcher direkt auf den Mixtopf aufgesetzt werden kann.

Selbstverständlich auch mit dabei ist ein spülmaschinenfestes Mixmesser und ein Rühraufsatz mit der Form eines Schmetterlings. Das soll laut dem Hersteller ein besseres und effizienteres Zubereiten von cremigen Speisen ermöglichen. Bei diesem Modell ist auch ein Kochbuch, welches zusätzlich zu den digitalen Rezepten verwendet werden kann, enthalten.

Fazit und Preis:

Tatsächlich werden aber nur wenige bereit sein, 1.459 Euro für den Thermomix TM6 zu bezahlen. Zwar sind die Möglichkeiten und das System mit den Rezepten genial, doch wer selbst recht gut kochen kann, benötigt das Gerät nicht. Auf jeden Fall sollte man sich vorher sehr genau überlegen, ob man das Geld wirklich in so etwas investieren möchte. Das heißt aber nicht, dass der Thermomix kein gutes Produkt ist.

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