Heute hat die eigentlich für Drohnen bekannte Firma dji ihre erste Action Cam vorgestellt. Und diese lockt die Kunden nicht nur mit einem Kampfpreis, sondern auch mit allerbester Bildqualität von GoPro weg. Doch wir wissen bereist, dass diese Versprechen nicht immer wahr sind. Ob man umsteigen sollte und welche Vor- und Nachteile die dji Osmo Action hat, lesen Sie in diesem Beitrag.

Design:

Am Design sieht man sehr deutlich, dass die Firma versucht hat, GoPro nicht zu kopieren. So hat man zum Beispiel die Linse rund gestaltet und einen größeren Bildschirm an der Vorderseite montiert. Sonst kann man aber auch erkennen, dass es nicht sehr viel Spielraum bei der Gestaltung eine Action Cam gibt. Das hat den einfachen Grund, dass die Kamera so kompakt und transportabel wie möglich sein muss.

Praktischerweise lässt sich die Kamera von dji mit dem Zubehör von GoPro verbinden, indem man die Schraube an der Unterseite durch einen Mount von GoPro austauscht. Das funktioniert laut unserem Quellen problemlos und bietet einen großen Vorteil für den Konsumenten. Unserer Meinung nach hätte die Kühlung im Bereich unter der Linse deutlich dezenter gebaut werden können, auch die Platzierung der LED ist nicht optimal. Auf der Rückseite findet man gleich ein weiteres Display, dieses ist mit Touchfunktion ausgerüstet.

Widerstandsfähigkeit und Halterung:

Wie auch die GoPro Hero 7 ist die dji Osmo Action ohne zusätzliches Gehäuse wasserfest, hier sogar bis zu einer Tiefe von 11 Metern. Unterschied gibt es aber beim Akku. Dieser wird nämlich nicht durch eine Klappe geschützt, sondern einfach nur in die Kamera geschoben. Ein Dichtring schützt das Innenleben vor dem Eindringen von Wasser. Zur Montage an Erweiterungen muss man nur die Kamera in die Halterung schieben und auf eine Klappe drücken.

Um nicht wie eine Kopie des Marktführers zu wirken, muss man, um den Verschluss am Zubehör zu sichern nicht schieben, sondern drehen. Daher sind auch die Sockel rund, auf denen die Action Cam montiert wird. Auch hier muss man sich aber keine Sorgen machen, denn alles rastet sicher genug ein, um auch bei starken Erschütterungen und schnellen Bewegungen an seinem Platz zu bleiben. Zum Einstellen des perfekten Winkels, wird hier noch zusätzlich eine Schraube verbaut.

Kamera und Bildstabilisierung:

Die Kamera demonstriert ein weiteres Mal, die Erfahrung von dji in diesem Bereich. Da auch bei Drohnen kompakte Objektive wichtig sind, war das Konstruieren der Kamera deutlich leichter. Völlig neu im Bereich der Action Cams ist die Unterstützung der Aufnahme mit 4K und 60 Bildern pro Sekunde. Das war nämlich bisher nur deutlich größeren Kameras für viel mehr Geld vorbehalten. Als ob dies noch nicht genug wäre, werden die brillanten Aufnahmen mit HDR Unterstützung gedreht.

Sogar Zeitlupenvideos lassen sich mit einer Auflösung von 1080p und 240 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Das entspricht einem Achtel des ursprünglichen Tempos, was spektakuläre Aufnahmen ergibt. Diese beinahe unglaublichen Technischen Daten ergänzt eine neue entwickelte, elektronische Bildstabilisierung. Sie wird unter dem Namen RochSteady beworben und soll ebenfalls auf die Erfahrung im Drohnenbau zurückgehen.

Bedienung und Funktionen:

Mit einem zweiten Display an der Vorderseite löst die Kamera einige Probleme, die von anderen Herstellern bisher nicht gelöst wurden. Es war nämlich einfach nicht möglich, ohne eine zweite Person sich selbst bei einer Aktivität zu filmen. Zwar war es schon ein großer Fortschritt, einen Touchscreen auf der Rückseite zu verbauen, doch das war für viele Aufnahmen leider nicht ausreichend. Das neue Betriebssystem mit dem Namen Action OS sorgt dafür, dass im richtigen Moment die Bedienung so schnell und einfach wie möglich vonstatten geht.

Mit dem Werbespruch „Das Leben wartet nicht“ fügt dji außerdem hinzu, dass die bei GoPro so erfolgreiche schnelle Aufnahme integriert wurde. Mit einem längeren Druck auf den Knopf an der Oberseite startet die Aufnahme in nur zwei Sekunden. Auch die Bedienung über die Stimme wird unterstützt, so dass nicht einmal eine Hand zum Starten der Aufnahme verfügbar sein muss. Der benutzerdefinierte Modus bietet außerdem die Möglichkeit, die perfekten Einstellungen für den aktuellen Drehort zu speichern und bei der nächsten Aufnahme wiederzuverwenden.

Ebenfalls begeistert uns die Möglichkeit, eine Belichtungszeit von bis zu 120 Sekunden festzulegen und eine Intervallaufnahme zu starten. Letztere nimmt in einem festgelegten Zeit Abstand RAW-Bilder auf, aus welchen sich tolle Effekte am Computer zaubern lassen. Die sogenannte Quick Switch Taste an der Seite lässt den Benutzer innerhalb kürzester Zeit und auch mit Handschuhen zwischen den Optionen hin- und herklicken.

Fazit und Preis:

Schon lange ist es her, dass sich unsere Begeisterung auch beim Preis wirklich fortgesetzt hat. Die Tatsache, dass eine so brillante Action Cam trotzdem weniger als der zwischen 350 und 400 Euro teure Konkurrent kostet. Die Preisempfehlung von 379 Euro ist vielerorts sogar billiger als die GoPro Hero 7 mit nur einem Display, welches zur Vorschau geeignet ist. Damit ist die dji Osmo Action unser neuer Favorit in ihrem Bereich!


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